Eilmeldung

Eilmeldung

Rechtsruck in Holland

Sie lesen gerade:

Rechtsruck in Holland

Schriftgrösse Aa Aa

Bei den Europawahlen in den Niederlanden hat es einen Rechtsruck gegeben. Die rechtspopulistische Partei für Freiheit PVV wurde nach inoffiziellen Ergebnissen die zweitstärkste politische Kraft des Landes. Die Partei von Geert Wilders erhielt demnach vier von insgesamt 25 niederländischen Mandaten. Die Partei machte mit anti-islamischen und fremdenfeindlichen Parolen Stimmung.

Geert Wilder sagte zu dem guten Ergebnis noch am Wahlabend: “Wir hatten eine klare Botschaft. Erstens: Wir wollen kein Geld nach Rumänien oder Portugal schicken. Wir brauchen es hier in Holland. Wir wollen die Türkei nicht in Europa und keinen europäischen Superstaat. Und zweitens: die Menschen sind enttäuscht von der gegenwärtigen Regierung. Wir stellen dazu nun eine gute Alternative dar.”

Die regierende Christliche Demokratische Allianz CDA von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende behauptete sich knapp als stärkste politische Kraft im Königreich und hat 5 Sitze im Europaparlament erobert. Jan-Peter Balkenende sagte: “Ich gratuliere den anderen Parteien. Eine davon ist anti-europäisch und die andere pro. Und meine eigenen Christlichen Demokraten sind die stärkste Partei im Land und werden es auch bleiben. Ich bin froh über das Ergebniss.”

Die EU-Kommission hatte die Bekanntgabe von nationalen Ergebnissen vor Schließung der Wahllokale in der gesamten EU für illegal erklärt. Die Holländer bestanden darauf, daß ihre Wähler ein Recht auf das Ergebnis haben. Das amtliche Wahlergebnis wird aber erst Sonntag veröffentlicht.