Eilmeldung

Eilmeldung

Flandern wählen Rechtsextreme ab

Sie lesen gerade:

Flandern wählen Rechtsextreme ab

Schriftgrösse Aa Aa

In den belgischen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt sind die neuen Regionalparlamente gewählt worden. Rund 7,7 Millionen Stimmberechtigte waren an die Urnen gerufen. Gleichzeitig stimmten die Belgier auch über das Europaparlament ab.

Die Regionalwahlen galten als Stimmungstest für die als instabil geltende Zentralregierung des christdemokratischen Ministerpräsidenten Herman Van Rompuy. Ersten Wählerbefragungen am Ausgang zufolge kann er beruhigt sein. In der bevölkerungsreichsten Region Flandern haben die Christdemokraten die Mehrheit der Stimmen errungen. Großer Verlierer war der rechtsextreme Vlaams Belang. Unterdessen zeichnet sich in der Region Wallonien ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Sozialisten um Elio di Rupo und den Liberalen unter Didier Reynders ab. Den Sozialisten könnte damit ein Ende ihrer Vormachtsstellung drohen. Grund dafür sind jüngste Skandale: Ein Gemeinderatsmitglied aus Mons wurde für den Besitz von kinderpornografischen Material angeklagt. Drittstärkste Kraft ist Ecolo, die Partei der wallonischen Grünen. Offenbar honorierten die Wähler, dass die Partei die Zusammenarbeit mit den flämischen Grünen suchte. Die Regionalwahlen sind fast so wichtig, wie die nationalen, weil die Regionen entscheidende Kompetenzen haben. In ihren Aufgabenbereich fallen unter anderem die Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik.