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Kopf-an-Kopf-Rennen im Libanon

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Kopf-an-Kopf-Rennen im Libanon

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Am Morgen haben im Libanon die Wahllokale geöffnet. Gut drei Millionen Libanesen sind aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Beobachter rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen, und zwar zwischen den pro-westlichen, sunnitisch dominierten Parteien unter der Führung von Premierminister Fuad Siniora und Saad Hariri auf der einen und der schiitischen Hisbollah-Bewegung auf der anderen Seite. Diese wird von Syrien und Iran unterstützt.

Bei der Wahl könnten die Stimmen der Christen entscheidend sein. Die freie patriotische Bewegung unter dem Christenpolitiker Michel Aoun ist bereits eine Allianz mit der Hisbollah eingegangen. Die Wahlen werden in der gesamten Region mit Spannung verfolgt. Denn wenn die Hisbollah ihren Einfluss ausweiten kann, könnten auch Syrien und Iran davon profitieren. Zehntausende Polizisten und Soldaten sind im Einsatz, damit die Abstimmung ruhig verläuft.