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Oppositionserfolge im Baltikum

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Oppositionserfolge im Baltikum

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In den drei baltischen Ländern haben überwiegend Oppositionsparteien sowie Vertretungen nationaler Minderheiten gewonnen. Gleichzeitig wurden Regierungsparteien im Zeichen der im Baltikum besonders massiven Finanz- und Wirtschaftskrise von den Wählern teilweise hart abgestraft.

In Estland konnten die beiden Parteien der Regierungskoalition nur ein Mandat erringen – gegenüber drei für die oppositionelle Zentrumspartei und die Sozialdemokraten. Ein weiterer der sechs estnischen Sitze ging überraschend an einen unabhängigen Kandidaten. In Lettland erhielt die regierende Bürgerunion mit einem Anteil von 24 Prozent die meisten Stimmen. Auf den zweiten Platz kam mit 19,5 Prozent die Harmoniepartei, für die vor allem Angehörige der russischen Minderheit stimmten. In Litauen schnitten die Parteien der Regierungskoalition vergleichsweise gut ab. Die Christdemokraten sicherten sich vier der zwölf Sitze, die oppositionellen Sozialdemokraten drei und die Partei Recht und Ordnung zwei Sitze. Erstmals konnte auch die Partei der polnischen Minderheit ein Mandat erringen.