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Sozialdemokraten in Schweden erfolgreich

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Sozialdemokraten in Schweden erfolgreich

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Entgegen dem europaweiten Trend haben die oppositionellen Sozialdemokraten in Schweden die meisten Stimmen gewonnen. Sie holten 24,6%. Hinter den Erwartungen zurück blieben dagegen die Konservativen von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt. Sie kamen nur auf 18,8%.
 
Die schwedische Piratenpartei schwimmt dagegen auf einer Erfolgswelle. Bei den Europawahlen feierten sie einen Sensationserfolg. Aus dem Stand holte die Partei, die für ein minimal reglementiertes Internet mit dem Recht auf kostenlose Downloads und gegen die staatliche Überwachung von Telekommunikation eintritt, 7,1%. Bei den Wählern unter 30 Jahren hatte die Piratenpartei mit 18 Prozent den höchsten Anteil aller Parteien. Massive Popularität erreichte die Partei im April nach Verurteilung von einigen Verantwortlichen der Internet-Tauschbörse “The Pirate Bay” wegen Verletztung des Urheberrechts.
 
In Dänemark sind die ausländerfeindlichen Rechtspopulisten der DVP klare Sieger der Wahl. Sie steigerte ihren Stimmenanteil von 6,8 auf gut 15,4%.
 
Die Dänische Volkspartei fungiert seit 2001 als Mehrheitsbeschafferin für die bürgerliche Minderheitsregierung in Kopenhagen und gilt als treibende Kraft hinter der harten dänischen Ausländerpolitik. Sie kam auf 14,8% der Stimmen.
 
Deutliche Verluste von 32,6 auf 20,9% mussten die oppositionellen Sozialdemokraten hinnehmen. Sie bleiben aber trotzdem stärkste Kraft vor den Rechtsliberalen von Ministerpräsident Lars Lkke Rasmussen, die auf 19,6% kamen.
 
Auch in Finnland haben ausländerfeindliche Rechtspopulisten massive Stimmengewinne eingefahren. Die Partei Wahre Finnen erreichte 14%gegenüber 0,5 Prozent 2004.
 
Die zweithöchsten Zugewinne erzielten die in der Regierung vertretenen Grünen, die mit 12,4% zwei der 13 finnischen Abgeordneten nach
Straßburg entsenden.
 
Die liberale Zentrumspartei von Ministerpräsident Matti Vanhanen verlor vier Punkte und kam auf 19%. Vanhanens konservativer Koalitionspartner verteidigte den Platz als stärkste Kraft bei Europawahlen mit 23,2%.