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Sozialisten erringen Sieg in Griechenland

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Sozialisten erringen Sieg in Griechenland

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In Griechenland haben die oppositionellen Sozialisten einen deutlichen Sieg errungen: Sie erhielten 36,65% der Stimmen und werden damit acht Abgeordnete entsenden. Ebensoviele Kandidaten wird die konservative Neue Demokratie von Ministerpräsident Kostas Karamanlis ins Europaparlament schicken. Sie erreichte jedoch nur 32,29%. Erstmals ist es auch den griechischen Grünen mit etwa 3,5 Prozent gelungen, einen Abgeordneten nach Straßburg zu schicken.  
 
Kaum mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten gingen zur Wahl; damit war die Beteiligung so niedrig wie noch nie bei einer Europawahl in dem Land und dass obwohl Wahlpflicht herrscht.  
 
In Zypern ist die konservative Demokratische Gesamtbewegung (DISY) knapp als stärkste Partei aus der Europawahl hervorgegangen. Nach dem amtlichen Endergebnis erhielt sie 35,65% der Stimmen. Auf dem zweiten Platz liegt die linke AKEL mit 34,9%. Beide stellen zwei Abgeordnete. Beide Parteien setzen sich für eine Lösung der Zypernfrage ein. Jeweils einen Abgeordneten werden die kleineren Parteien, die
bürgerliche Demokratische Partei (DIKO) mit 12,28%und die Sozialisten (EDEK) mit 9,85% ins
Europaparlament schicken. Nur die griechisch geprägte Republik Zypern im Süden der Insel gehört der EU an.
 
In Malta hat die oppositionelle Labour-Partei mit 54,77 der Stimmen die Europawahl gewonnen. Der kleine Inselstaat im Mittelmeer entsendet fünf Abgeordnete. Die Opposition profitierte offenbar von der Kritik an der Regierung wegen ihrer angeblich zu laschen Haltung gegenüber der zunehmenden Zahl von Bootsflüchtlingen.