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Stimmenkauf in Bulgarien?

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Stimmenkauf in Bulgarien?

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In Bulgarien hat die oppositionelle bürgerliche GERB-Partei die Europawahl klar gewonnen. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis kommt die Partei  des Bürgermeisters von Sofia, Bojko Borissow auf 24,4%.
 
Die regierenden Sozialisten (vormals Kommunisten) kamen demnach auf lediglich 18,5%. Die Bulgaren bestimmten ihre 17 EU-Abgeordneten bei einer Wahlbeteiligung von 37,73 Prozent. Ins Europaparlament ziehen wieder die EU-feindliche Ataka Partei mit 12 Prozent und die Partei der türkischen Minderheit (DPS) mit 14% ein.
 
Die Abstimmung wurde von Berichten über Stimmenkauf überschattet. Bei den regionalen Wahlkommissionen wurden Dutzende Fälle von Stimmenkauf gemeldet, wie Medien berichteten. Eine Wählerstimme soll demnach im Süden Bulgariens bis zu 40 Lewa (20 Euro) gekostet haben.
 
In Bulgarien gilt die Europawahl als eine Generalprobe für die nationalen Parlamentswahlen am 5. Juli.
 
In Rumänien ziehen die Rechtsextremen von der Partei Großrumäniens wieder ins EU-Parlament ein. Mit rund 8,6% der Stimmen werden sie drei Sitze erhalten. Die PRM war beim Eintritt Rumäniens in die EU im Januar 2007 bereits mit Beobachterstatus ins Parlament gelangt, Ende 2007 hatte sich ihre Gruppierung aber aufgelöst.
 
Ins Parlament zieht auch die 29-Jährige Tochter von Staatschef Traian Basescu ein. Elena Basescu kam auf 4,2% der Stimmen. Bisher war sie eher als Party-Girl aufgefallen.
 
Die PDL und die an der Regierung beteiligte sozialdemokratische PSD erhielten jeweils rund 30 Prozent der Stimmen.