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Debakel für Gordon Brown

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Debakel für Gordon Brown

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Mit einem Debakel für die britische Labour-Partei bei der Europawahl hat sich der Druck auf den angeschlagenen Premierminister Gordon Brown weiter verschärft. Labour stürzte nach Spesenskandal und Regierungskrise ab und war nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen nur noch drittstärkste Kraft. Sie kam auf 14,4 Prozent und wurde nur noch drittstärkste Kraft. Brown wies Neuwahlen indirekt zurück: “Was sollen die Menschen von uns denken, wenn wir uns von ihnen abwenden, wenn sie uns brauchen”, so Brown, “wir halten zu ihnen.” Stärkste Kraft wurde die konservative Partei von Oppositionschef David Cameron. Mit knapp 29 Prozent erhielt sie aber weniger Stimmen, als erwartet. Umfragen zufolge könnte sie erstmals seit 1997 Labour als Regierungspartei ablösen. Die europafeindliche Partei UKIP wurde mit gut 17 Prozent zweitstärkste Kraft, noch vor Labour. Knapp hinter der Partei von Brown liegen die Liberalen. Profitieren von den Labour-Verlusten konnte auch die ausländerfeindliche, nationalistische Partei BNP. Sie sicherte sich ihre ersten zwei Sitze im Europaparlament. In Manchester versuchten aufgebrachte Demonstranten BNP-Chef Nick Griffin davon abzuhalten, sein Wahllokal zu betreten. Für Gordon Brown geht es nun ums politische Überleben. Auch in der eigenen Partei wird der Widerstand gegen ihn immer stärker.