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Gabuns Staatschef Bongo in Barcelona gestorben

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Gabuns Staatschef Bongo in Barcelona gestorben

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Der dienstälteste Staatschef in Afrika, Gabuns Präsident Omar Bongo, ist tot. Der 73-Jährige erlitt einen Herzstillstand. Bongo war in dem enorm rohstoffreichen Land seit mehr als 40 Jahren an der Macht gewesen. In Wirtschaftsfragen galt er als liberal und innenpolitisch als autoritär.

Bongo gehörte seit der Unabhängigkeit der ehemaligen westafrikanischen Kolonie Frankreichs 1960 zur Regierung und gelangte sieben Jahre später an die Spitze des Einparteienstaats. Er starb in einer Klinik in Barcelona. Der Verteidigungsminister, ein Sohn des Verstorbenen, liess daraufhin die Grenzen schliessen und den Notstand ausrufen. Schon Anfang der 90er Jahre war es zu schweren Unruhen gekommen, daraufhin wurde die Verfassung demokratisiert. Bongo gewann auch nach 1993 zwei Wahlen. Jedoch wurden massive Wahlfälschungs-Vorwürfe laut. Nach einer Verfassungsänderung konnte Bongo auch 2005 wieder antreten – vorgesehen waren nur zwei Amtszeiten von je sieben Jahren. Bongo galt als eines der reichsten Staatsoberhäupter der Welt.