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Große Parteien abgestraft, kleine gestärkt

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Große Parteien abgestraft, kleine gestärkt

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Glück im Unglück für Bundeskanzlerin Angela Merkel. Trotz des verheerenden Abschneidens der Union bei den Europawahlen sind ihre Chancen stark gestiegen, bei der Bundestagswahl im September Kanzlerin zu bleiben; und zwar an der Spitze einer Regierung mit ihrem Wunschpartner – der FDP. 30,7 Prozent für die CDU und 7,2 Prozent für die CSU sind allerdings das schlechteste Abschneiden der Union bei einer Europawahl.

Klarer Wahlsieger in Deuschland sind die Liberalen. Sie konnten 4,9 Prozent zulegen und verzeichnen mit 11 Prozent das beste Ergebnis bei einer EU-Wahl; allerdings wiegen ihre Gewinne die Verluste der Union nicht auf. Lange Gesichter gab es, wie fast überall in Europa bei den Sozialdemokraten. 20,8 Prozent, noch einmal 0,8 Prozent weniger als bei der Schröder-Abstraf-Wahl vor fünf Jahren sind auch für die SPD das schlechteste Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl. Frank-Walter Steinmeiers Aussichten, Kanzler zu werden, sind so gut wie geschwunden, wenn es ihm nicht gelingt bei der Bundestagswahl potentielle Wähler besser zu mobiliseren. Drittstärkste politische Kraft in Deutschland sind die Grünen – auch sie mit ihrem besten Europawahlergebnis 12,1 Prozent.