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Rekordtief der Wahlbeteiligung

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Rekordtief der Wahlbeteiligung

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Die Wahlbeteiligung erreichte ein Rekordtief. 43,39 Prozent der Wahlberechtigten ging zur Abstimmung. 2004 waren es immerhin 45,47 Prozent. In Deutschland lag die Wahlbeteiligung mit 43,3 Prozent sehr nah am europäischen Durchschnitt; schon 2004 hatte sie bei 43 Prozent gelegen. In Österreich beteiligten sich 42,4 Prozent, auch das entspricht der Beteiligung von 2004.
Etwas unter dem europäischen Durchschnitt liegen Frankreich und die skandinavischen Länder Schweden und Finnland mit wenig mehr als 40 Prozent. In Dänemark dagegen gingen fast 60 Prozent zur Abstimmung; als Grund gilt die gleichzeitig durchgeführte Volksabstimmung über die Gleichstellung von Frauen bei der Thronfolge. Doch auch 2004 lag die Beteiligung mit 47,9 Prozent relativ hoch.
Sehr unterschiedlich fiel die Wahlbeteiligung im Südwesten der EU aus: In Spanien lag der Anteil bei 46 Prozent, in Portugal bei 37 Prozent.
Deutlich höher liegt die Wahlbeteiligung in Italien: Doch nach Angaben des Innenministeriums sank sie von 58,5 Prozent 2004 auf 52,9 Prozent.
Besonders niedrig ist die Wahlbeteiligung in den osteuropäischen Ländern. In Polen gingen 27 Prozent der Berechtigten zur Wahl, doch das wesentlich mehr als vor fünf Jahren. In Tschechien lag die Wahlbeteiligung bei 28 Prozent. In der Slowakei war die Wahlbeteiligung mit rund 20 Prozent etwas stärker als vor fünf Jahren, als das Land mit nur 17 Prozent den Negativrekord aller EU-Länder aufgestellt hatte.
Für Malta war die Beteiligung von 79 Prozent der knapp 400 000 Stimmberechtigten eher schwach, denn üblicherweise liegt die Wahlbeteiligung auf der Mittelmeerinsel über 90 Prozent. In dieser Höhe lag die Beteiligung auch bei dieser Wahl in Belgien und Luxemburg. In beiden Ländern besteht Wahlpflicht.