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Sieg für pro-westliches Bündnis im Libanon


Libanon

Sieg für pro-westliches Bündnis im Libanon

Zum zweiten Mal in vier Jahren haben sich im Libanon die pro-westlichen, anti-syrischen Kräfte durchgesetzt: Entgegen den Prognosen errang die Allianz unter dem Sunniten Saad Hariri die klare Mehrheit der Parlamentssitze. In einer symbolischen Geste begab sich Hariri nach dem Sieg zunächst einmal zum Grab seines Vaters Rafik, der 2005 als Ministerpräsident einem Anschlag zum Opfer fiel.

Hariris Bündnis wird 71 Mandate, mehr als die Hälfte der Mandate im Parlament innehaben, die vom Iran und Syrien unterstützte oppositionelle Allianz unter Führung der schiitischen Hisbollah 57. Deutlich mehr Libanesen gaben diesmal ihre Stimme ab. “Es ist unwichtig, wer gewonnen hat”, meint ein Libanese: “Wichtig ist, dass wir etwas lange nicht Dagewesenes erfahren haben, demokratische Wahlen”. Und sein Landsmann erklärt: “Wir wollen, dass Sieger und Verlierer zusammenarbeiten und nicht zum Schaden des Landes gegeneinander”. Kommentatoren erwarten eine Neuauflage der Regierung der nationalen Einheit. Schon seit den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten im vergangenen Jahr hatten Hariris Bündnis und Hisbollah gemeinsam regiert. Doch nach dem neuerlichem Erfolg des pro-westlichen Bündnisses wird kaum erwartet, dass die Hisbollah wieder wie zuvor eine Sperrminorität in der Regierung für sich durchsetzen kann.

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