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Atempause für Gordon Brown

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Atempause für Gordon Brown

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Einige Gesichter sind zwar neu, aber die Sorgen bleiben die alten: Zum ersten Mal versammelt der britische Premierminister Gordon Brown seine gerade umgebildete Regierung um sich.

Vorangegangen war Montagabend ein Treffen mit der Parlamentsfraktion seiner Labour-Partei. Dabei gab es zwar Kritik und Rücktrittsforderungen, aber keine Rebellion gegen Brown wie noch letztes Jahr. Regierungsmitglieder würden die Debatte nun gerne als beendet ansehen: “Es gibt keinen Streit um die Führung und keinen Gegenkandidaten”, sagt zum Beispiel Ben Bradshaw, der Kulturminister. “Die Menschen wollen, dass wir vorankommen bei der Reform des Parlaments und bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise.” Seit Monaten zeigen die Umfragen Labour weit hinter den konservativen Tories. Bei der Europawahl schnitt Labour so schlecht ab wie seit hundert Jahren nicht mehr in einer landesweiten Abstimmung. Sogar die europakritische Partei UKIP ist diesmal an ihr vorbeigezogen. Auch Browns Auftreten in der Finanzkrise hat ihm in den Umfragen nur für kurze Zeit geholfen. Glück hat Labour dabei noch, dass der unglaubliche Spesenskandal im Parlament genauso auch die anderen großen Parteien trifft. Die Zeit für Brown wird nun aber knapp: Zwar kann er entscheiden, wann ein neues Parlament gewählt wird – spätestens in einem Jahr muss es aber soweit sein.