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Medwedjew besucht Unruheregion Dagestan

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Medwedjew besucht Unruheregion Dagestan

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Der Präsident sieht selber nach dem Rechten: Dmitri Medwedjew ist in die russische Teilrepublik Dagestan gereist, wie das benachbarte Tschetschenien eine der Unruheregionen im Nordkaukasus.

Im islamisch geprägten Dagestan sind gerade zwei aufsehenerregende Anschläge verübt worden: Dabei wurde zum einen ein hoher, gemäßigter Geistlicher getötet, zum anderen der Innenminister der Republik. Mit den Ermittlungen nach dem Ministermord hat Medwedjew gleich nach der Tat den russischen Generalstaatsanwalt persönlich beauftragt. Es war in den letzten Jahren bereits der dritte Anschlag auf den dagestanischen Innenminister: Er wurde am Freitag niedergeschossen, als er nach einer Hochzeitsfeier die Gaststätte verließ. Auch ein weiterer hoher Beamter wurde dabei getötet. Nach Medwedjews eigenen Angaben wurden letztes Jahr im Nordkaukasus mehr als einhundert Sprengstoffattentate verübt; bei diesen und anderen Anschlägen kamen demnach 75 Sicherheitskräfte und 48 Zivilisten ums Leben; auf der Gegenseite seien mehr als einhundert Angreifer getötet worden.