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Merkel: Insolvenz als Chance

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Merkel: Insolvenz als Chance

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Der Touristik- und Handelskonzern Arcandor hat Insolvenzantrag gestellt. Hiervon sind auch die Töchter Karstadt, Primondo und Quelle betroffen. 43.000 Arbeitnehmer bangen um ihre Zukunft.

Viele hatten bis zuletzt die Hoffnung nicht aufgegeben. Für sie kam die Nachricht von der Insolvenz wie ein Schock. Die Grossaktionäre stünden weiterhin hinter dem Konzern, sagte ein Arcandorsprecher am Hauptsitz des Unternehmens in Essen. Eine wichtige Botschaft für unser Kunden sei, dass der operative Geschäftsbetrieb auch der von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften in vollem Umfang erhalten bleibe. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel erklärte, der Beitrag der Eigentümer sei unzureichend, eine Insolvenz daher unumgänglich gewesen. “Wir haben immer wieder gesagt, dass ein Insolvenzantrag eine Möglichkeit sein kann, auch das Unternehmen auf neue Füße zu stellen, ihm neue Perspektiven zu eröffnen, das wird die Politik – soweit sie das kann – begleiten”, sagte die Kanlerin. Für die Karstadt-Häuser interessiert sich seit längerem die Kaufhof-Mutter Metro. Die Börse reagierte jedenfalls schon einmal mit einem Höhenflug der Metro-Aktien.