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Shell zahlt an Saro-Wiwa-Angehörige

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Shell zahlt an Saro-Wiwa-Angehörige

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Knapp 14 Jahre nach der Hinrichtung des nigerianischen Schriftstellers Ken Saro-Wiwa und anderer Aktivisten hat sich der Ölkonzern Shell mit den Angehörigen außergerichtlich geeinigt. Shell ist bereit 15,5 Millionen Dollar zu zahlen. Fünf Millionen sollen in einen Treuhandfonds zur Unterstützung der Menschen in der Region Ogoni fließen, den Rest teilen sich Anwälte und Angehörige. Shell sieht in der Einigung kein Schuldeingeständnis.

“Shell und die anderen Konzerne im Nigerdelta werden aus dem Vergleich die Lehre ziehen, dass man Menschenrechte nicht ungestraft verletzen darf”, meint der Menschenrechtsaktivist Marco Simons von Earthrights International. Nach Auffassung der “New York Times” will Shell durch den Vergleich Kritiker zum Schweigen bringen. In der kommenden Woche hätte vor einem New Yorker Gericht ein Prozeß gegen Shell beginnen sollen. Saro-Wiwa hatte Shell und anderen Ölkonzernen vorgeworfen, einen “ökologischen Krieg” gegen sein Volk zu führen. 1995 wurde er vom damaligen Militärregime hingerichtet. Seine Angehörigen hatten den Mulit daraufhin in den USA wegen Beihilfe zur Menschenrechtsverletzung und Mord verklagt.