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Vorerst überlebt - Gordon Brown muss (noch) nicht abtreten

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Vorerst überlebt - Gordon Brown muss (noch) nicht abtreten

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Die Fraktion der britischen Labour-Partei gibt ihrem Premierminister noch eine Chance. Auf einer Krisensitzung sprachen sich die Labourpolitiker mehrheitlich gegen einen Sturz von Gordon Brown aus. Nach dem Spesenskandal und dem Debakel bei der Europawahl finden allerdings nicht alle Parteigenossen Brown haltbar. Am Montag trat Umwelt-Staatssekretärin Jane Kennedy zurück. Sie sagte: “When man an den Punkt kommt, an dem man nicht mehr guten Gewissens in einem Interview sagen kann, dass Gordon Brown der richtige Parteiführer ist, dann kann man nicht mehr in der Regierung bleiben.”

Die Niederlage von Labour ist der Triumph für den Oppositionsführer David Cameron. Der Chef der konservativen Tories forderte erneut vorgezogene Parlamentswahlen: “Wir haben die Schwächen unseres Premierministers aufgezeigt und die Ineffektivität derer, die versuchen, ihn loszuwerden. Wir haben die außergewöhnliche Situation, in der Brown es nicht schafft, sein Kabinett umzubilden, und das Kabinett keinen Sturz organisieren kann. Sie sind verbunden in diesem langsamen politischen Todestanz, der für unser Land so schädlich ist.” Die europafeindliche Partei UKIP (UK Independance Party) hofft ebenso auf einen Politikwechsel. Sie lag bei den Europawahlen noch vor der Regierungspartei. Das schlechte Abschneiden von Labour half auch der ausländerfeindlichen BNP (British National Party) zwei Sitze im Europaparlament zu erringen.