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Genf: Prozess nach Tod von Großbankier

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Genf: Prozess nach Tod von Großbankier

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Der aufsehenerregende Mord an einem Großbankier wird jetzt in Genf vor Gericht verhandelt. Der Mann war dort vor vier Jahren in seiner Luxuswohnung erschossen worden, mit seiner eigenen Waffe. Angeklagt ist seine damalige Geliebte, ebenfalls eine Französin.

Die Geschworenen müssen darüber befinden, in welchem Maße die Angeklagte verantwortlich ist. Die Frau hat die Tat zugegeben. Allerdings plädieren ihre Verteidiger auf Totschlag im Affekt, die Anklage dagegen auf vorsätzliche Tötung.

Der Bankier war einer der reichsten Männer Frankreichs und verkehrte in höchsten politischen Kreisen. Laut Verteidigung hatte er seine Geliebte immer wieder bedroht und gedemütigt, was sie letztlich zu der Tat getrieben habe.

Die Anwälte der Familie halten dagegen, dass der Bankier ihr eine hohe Summe überwiesen, das Geld aber sofort wieder gesperrt habe. Die Frau sei nur auf das Geld ausgewesen und habe ihn daher aus Wut kaltblütig getötet.