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Guantanamo-Häftling erstmals vor zivilem US-Gericht

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Guantanamo-Häftling erstmals vor zivilem US-Gericht

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Erstmals muss sich ein Gefangener aus dem Lager Guantanamo vor einem zivilen Gericht in den USA verantworten. Der Angeklagte erklärte sich beim ersten Haftprüfungstermin in New York für nicht schuldig.

Der Tansanier Ahmed Ghailani ist wegen der Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania angeklagt. Bei den Anschlägen von 1998 kamen 224 Menschen ums Leben. Susan Hirsch, die ihren Mann bei einem der Anschläge verloren hat, hat auf diesen Prozess vor einem ordentlichen, zivilen Gericht lange gewartet: “Er wurde in Pakistan festgenommen. Seitdem hoffe ich, dass er in das amerikanische Rechtssystem gebracht wird. Und die gerechte Strafe bekommt für das, was er den Menschen angetan hat. Heute bin ich erleichtert. Ich freue mich endlich auf etwas Gerechtigkeit vor dem amerikanischen Gericht. Ich erkenne dies Art von Justiz viel eher an, als das was in Guantanamo abgelaufen ist.” Die Entscheidung für eine Überstellung Ghailanis ans US-Justizministerium hat die von der Obama Regierung eingerichtete Guantanamo Review Task Force getroffen, die derzeit die Vorwürfe gegen alle der 240 Insassen des Gefangenlagers prüft.