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Lettland am Rande des Wirtschafts-GAUs

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Lettland am Rande des Wirtschafts-GAUs

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In Lettland steht die Volkswirtschaft am Abgrund, und die Regierung in Riga kämpft um den Absturz zu verhindern. Vor einer Woche korrigierte sie ihre Wirtschaftsprognose für das laufende Jahr: zuvor wurde mit wahrscheinlich minus 14 Prozent gerechnet – nun heißt es minus 18 Prozent und pessimistische Prognosen rechnen schon mit einem Einbruch um 20 Prozent.

Regierungschef Valdis Dombrovskis kündigte nun in Brüssel an, die lettischen Haushalts- und Sozialausgaben drastisch zu kürzen. Im Gegenzug hofft er auf weitere Unterstützung von Europäischer Union und Internationalem Währungsfond. Bei wahrscheinlich bis zu 20 Prozent Unbeschäftigter noch in diesem Jahr können Kürzungen zum Beispiel der Arbeitslosenhilfe aber zur sozialen Zeitbombe werde. Doch die lettischen Regierung hat kaum einen andere Chance: Sie braucht Geld um die heimische Währung zu stützen, denn würde diese abgewertet, bräche der Bank- und Kreditsektor zusammen. Dies wäre aber ein Absturzrisiko für die gesamte Wirtschaft und besonders schwedischen Banken, die hier massiv investiert haben, könnten mit in Richtung Abgrund gerissen werden.