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Gaddafi setzt Besuch in Rom fort

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Gaddafi setzt Besuch in Rom fort

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Der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi hat seinen umstrittenen Italien-Besuch fortgesetzt. Zunächst erschien er mit einer Stunde Verspätung zum Empfang von Senatspräsident Renato Schifani. Dann hielt er eine Rede in einer Neben-Aula des Senatsgebäudes, in der er zu einem Seitenhieb egegen die USA ausholte. Libyen sei gegen Terrorismus, aber was sei der Unterschied zwischen dem Bombenangriff der USA auf Libyen 1986 und den Anschlägen von Osma bin Laden, so Gaddafi. Italiens Außenminister Franco Frattini sagte, er sei sicher, dass Gaddafi in der Lage sei, einen Beitrag zur Lösung globaler Probleme, etwa der Masseneinwanderung oder der Unterstützung armer Länder, zu leisten. Es sei wichtig, zu zeigen, dass man Afrika als Möglichkeit ansehe und nicht als Problem. Auch beim Besuch der römischen Universität kam es zu teils gewaltsamen Protesten gegen Gaddafi und seine Zusammenarbeit mit Italien, die es seit kurzem ermöglicht, dass Bootsflüchtlinge direkt wieder nach Libyen abgeschoben werden können. Gaddafi lobte die guten heutigen Beziehungen zwischen der ehemaligen Kolonialmacht Italien und seinem Land.