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Hohe Inflation und Arbeitslosigkeit im Iran

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Hohe Inflation und Arbeitslosigkeit im Iran

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Seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2005 verdankt Mahmud Ahmadinedschad den damals gemachten Versprechungen: Dass er Armut und Arbeitslosigkeit abbauen und etwas etwas für die Zukunft der jungen Generation tun wolle. Inflation und Arbeitslosigkeit aber sind stattdessen sprunghaft gestiegen, während einer von fünf Iranern unter der Armutsschwelle lebt. Nicht nur ihnen ergeht es so. Offiziell lag die Teuerungsrate bei 25 Prozent im Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt angeblich bei 12,5 Prozent. Kritikern zufolge werden alle Angaben von der Regierung geschönt. Der frühere Parlamentspräsident Mehdi Karrubi, der ebenfalls für die Präsidentschaft kandidiert, macht Ahmadinedschad für die Inflation verantwortlich. Er sei mit den Einnahmen aus den Ölexporten verschwenderisch umgegangen. Den Leuten aber knurrten die Mägen. Der mit der Krise verbundene niedrige Ölpreis nach dem Hoch wird auch dem künftigen Präsidenten schlaflose Nächte bereiten. Wenn die Angaben stimmen, dann stammen 60 Prozent der Haushaltseinnahmen aus dem Ölexport. Die Wirtschaft insgesamt wird zum größten Teil vom Staat kontrolliert. Die Kritiker Ahmadinedschads monieren, dass die gespannten Beziehungen zum Westen und die Restriktionen gegenüber ausländischen Investoren wachstumshemmend sind. Doch wer immer der künftige Präsident des Iran sein wird, es warten schwer zu lösende Probleme auf ihn. Die Mobilisierung ist enorm: Gerechnet wird damit, dass so viele Iraner wählen gehen, wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.