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Mutmaßliche Franco-Opfer exhumiert

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Mutmaßliche Franco-Opfer exhumiert

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Nach über siebzig Jahren sind in Spanien erstmals mutmaßliche Bürgerkriegsopfer aus Massengräbern exhumiert worden.

Auf richterliche Anordnung und in Zusammenarbeit mit einer nationalen Vereinigung zur Aufarbeitung der Vergangenheit wurde ein Grab in der Provinz Zamora in Nordwestspanien geöffnet, in dem mehrere Franco-Opfer vermutet werden. Auch Hinterbliebene waren zugegen. Die gefundenen Schädel sollen anhand von DNA-Tests identifiziert werden. Hoffnung für die Familien: “Heute ist ein großer Tag für mich, denn falls wir die sterblichen Überreste meines Großvaters finden, können wir sie wenigstens in das Familiengrab zu denen seines Sohnes und seiner Tochter bringen”, erklärt einer der Anwesenden. Die Suche nach verschwundenen Bürgerkriegs- und Franco-Opfern in Massengräbern wurde im vergangenen Jahr durch Spaniens prominenten Untersuchungsrichter Baltasar Garzon juristisch ermöglicht, inzwischen sind örtliche Gerichte zuständig. Angehörige und Opferverbände hatten ihm eine Liste mit über 140.000 Namen von Vermissten übergeben. Garzon ordnete die Aushebung mehrerer Massengräber an. Diese ist in Spanien allerdings umstritten.