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Iran stimmt ab: über Präsident und Richtung

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Iran stimmt ab: über Präsident und Richtung

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Im Iran wird ein neuner Präsident gewählt, eine Richtungswahl für die international isolierte islamische Republik. Drei Kandidaten treten gegen den konservativen Hardliner Mahmud Ahmadinedschad an. Als aussichtsreichster Gegenkandidat gilt der reformorientierte, frühere Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi.

Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Im Wahlkampf schreckte Ahmadinedschad auch vor Verunglimpfungen von Mussawis Frau Zahra Rahnaward nicht zurück. Die Kunstprofessorin hatte Frauenrechte zum Wahlkampfthema gemacht. Auch die Frau des liberalen Kandidaten Mehdi Karubi kritisierte die Benachteiligung von Frauen. Schließlich zeigten sich auch Ahmadinedschad und der vierte Bewerber, der Konservative Mohsen Resai, mit Gattin. Journalisten beklagten im Wahlkampf Behinderungen. Die außenpolitische Macht wird auch künftig weiter bei Revolutionsführer Ajatollah Chamenei liegen, vor allem im Hinblick auf das Atomprogramm. Dennoch erhofft sich der Westen einen kooperativeren Verhandlungspartner. Die Jugend des Landes einen Aufbruch. 46 Millionen Iraner sind zur Wahl aufgerufen. Erwartet wird eine Rekordbeteiligung. Schon am Morgen zeichnete sich ein Ansturm ab. Sollte kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, folgt in einer Woche eine Stichwahl.