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Jugend setzt auf Mussawi

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Jugend setzt auf Mussawi

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Diesmal wird alles anders. Die Jugend hat bei Wahlen im Iran schon immer eine große Rolle gespielt, sie unterstützt den reformorientierten Hussein Mussawi. Diesmal wollen sie in Massen an die Urnen strömen, nicht wie vor vier Jahren, als die Jugend aus Enttäuschung darüber, dass die Hardliner die Reformbestrebungen von Mohammed Khatami zunichte machten, die Wahl boykottierten. “Bei diesen Wahlen werde ich für jemanden stimmen, der die Rechte der jungen Leute verteidigt”, sagt ein Jugendlicher, “jemand, der sich mit der Jugend des Landes verbündet. Unser Land ist jung. Wir werden für jemanden stimmen, der wie wir ist. der uns versteht. Jemand, der uns die Freiheit gibt, die wir suchen.” Die Zeiten haben sich geändert. Heute wird auch im Iran über elektronische Medien Wahlkampf gemacht, etwa über Facebook. Zeitweise war das Internet-Portal blockiert, die Regierung erklärte das mit “technischen Problemen”. Auch Ali engagiert sich für Mussawi: “Wir leben in einer Welt der Kommunikation. Es ist nicht mehr möglich, die Wahrheit zu verbergen, es ist nicht mehr so leicht zu lügen. Kommunikationswerkzeuge wie Facebook und Text-Messaging verbreiten Informationen viel schneller.” Zwei Drittel der 70 Millionen Iraner sind unter 30 Jahre alt. Sie haben die Revolution nicht miterlebt, die jungen Leute setzen auf Reformen. Heute wird sich zeigen, ob sich ihre Hoffnungen erfüllen.