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Massenandrang bei Präsidentenwahl im Iran

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Massenandrang bei Präsidentenwahl im Iran

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Bei der Präsidentenwahl im Iran hat es einen Massenandrang gegeben. Die Öffnungszeiten der Lokale wurden mehrmals verlängert. Schon mittags waren vielerorts die Stimmzettel vergriffen.

Liberale Iraner wollten vor allem die Wiederwahl des konservativen Mahmud Ahmadinedschad verhindern. Der Hardliner aber war zuversichtlich: Die hohe Beteiligung ebne den Weg für größere Projekte und eine visionäre Bewegung in der iranischen Nation. Insgesamt traten drei Bewerber gegen Ahmadinedschad an, Chancen werden allein dem reformorientierten, früheren Ministerpräsidenten Mir Hussein Mussawi eingeräumt. Seine Gattin Zahra Rahnaward, eine Kunstprofessorin, hatte Frauenrechte zum Wahlkampfthema gemacht und so moderne Wählerschichten mobilisiert. Er habe den Menschen versprochen, dass ihre Stimmen sicher seien, das sei das Wichtigste, sagte Mussawi. Er und sein Team würden bis zum Schluss die Wahl überwachen. Vor vier Jahren hatte es Ungereimtheiten gegeben. Jetzt brach das Handy-Netz zusammen. Mussawis junge Anhänger hatten sich oft per SMS organisiert. Es ist eine Richtungswahl für den Iran. Doch auch künftig wird die Kompetenz für Atomfragen beim Revolutionsführer liegen. Falls keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreicht, folgt in einer Woche eine Stichwahl.