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Präsidentenwahl im Iran

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Präsidentenwahl im Iran

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Im Iran hat am Morgen die Präsidentenwahl begonnen. Den Prognosen zufolge werden sich so viele Iraner daran beteiligen wie noch nie in den vergangenen drei Jahrzehnten der Islamischen Republik. 46 Millionen sind an die Urnen gerufen. Schon der hitzige Wahlkampf brachte die Massen in Bewegung.

Als aussichtsreichster der drei Herausforderer von Amtsinhaber Ahmadinedschad gilt der frühere Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi. Er nimmt vor allem die Jugend für sich ein. Der Westen erwartet von ihm mehr Kompromissbereitschaft als von Mahmud Ahmadinedschad, der auf eine zweite Amtszeit hofft. Nach Einschätzung von Beobachtern wird bei der Wahl vor allem die Sympathie oder Antipathie gegen den Amtsinhaber den Ausschlag geben, nicht das Programm der Kandidaten. Die Herausforderer werfen Ahmadinedschad vor, die Bevölkerung mit falschen Statistiken über das Ausmaß der Inflation belogen zu haben. Diese liegt bei über zwanzig Prozent. Auch die hohe Arbeitslosigkeit sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Erringt kein Kandidat die absolute Mehrheit, folgt in einer Woche eine Stichwahl.