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Proteste gegen Gaddafi

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Proteste gegen Gaddafi

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Heftige Proteste begleiten den Besuch des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi in Italien. Dabei kam es zu Zusammenstößen zwischen Studenten der römischen Universität La Sapienza und der Polizei. Gaddafi war dort zu einer Debatte geladen, bei der er ausgepfiffen wurde. Zuvor hatten die Studenten versucht, mit einer Unterschriftensammlung seinen Besuch zu verhindern. Sie werfen Gaddafi Menschenrechtsverletzungen vor.

Bei der Diskussionsrunde musste er sich schwierigen Fragen stellen. “Wann wird es freie Wahlen in Libyen geben?”, fragte ein Student. Gaddafi antwortete, dass die Menschen in der Lage seien, direkte Volksdemokratie auszuüben. Es wäre schön, wenn Italien und andere Länder dies auch erreichen könnten. Als derzeitiger Vorsitzender der Afrikanischen Union wird Gaddafi an dem im Juli geplanten G8-Gipfel in Italien teilnehmen. Der italiensiche Außenminister Franco Frattini begrüßt dies, denn Gaddafi zu respektieren, heiße auch Afrika zu respektieren. Afrika solle das Herzstück der Politik bei der italienischen G8-Präsidentschaft werden. Heute wird Gaddafi 700 Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur treffen. Am Samstag geht sein erster offizieller Besuch am Tiber zu Ende.