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Mussawi ficht Wahlentscheidung an

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Die Anhänger Mahmud Ahmadinejads feiern den klaren Sieg ihres Kandidaten bei der iranischen Präsidentschaftswahl – aber sein Herausforderer Mir Hussein Mussawi spricht von Wahlbetrug.

Der ultrakonservative Ahmadinejad liegt mit fast 10 Millionen Stimmen Vorsprung deutlich und uneinholbar in Führung. Heute morgen kam es in Teheran zu Zusammenstößen zwischen Mussawi-Anhängern und der Polizei, die Sicherheitsmaßnahmen in der Hauptstadt wurden verstärkt. Viele in der Stadt zeigen sich verwundert über den deutlichen Sieg Ahmadinejads, der vor vier Jahren das Amt des Präsidenten übernommen hatte. “Ich dachte, 80-90 Prozent der Teheraner Wähler sind für Mussawi”, so ein Mann, “aber jetzt ist Ahmadinejad so weit vorne, ich bin geschockt. Warten wir, wie es ausgeht, aber ich kann es wirklich nicht glauben.” Der reformorientierte Mir Hussein Mussawi hat unterdessen erklärt, er werde die – so wörtlich – “gefährliche Farce” nicht akzeptieren. Er sprach von zahlreichen Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung. Dies gefährde die Grundfesten der Islamischen Republik und führe zur Tyrannei, so Mussawi.