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Proteste gegen Krisenpolitik der Regierung

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Proteste gegen Krisenpolitik der Regierung

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Zum fünften Mal haben die französischen Gewerkschaften an diesem Samstag zu einem Aktionstag aufgerufen, doch die Beteiligung war weitaus geringer als zuvor. Am 1. Mai hatten noch bis zu 1,2 Millionen Menschen gegen die Krisenpolitik von Präsident Nicolas Sarkozy protestiert, jetzt waren es gerade noch höchstens 150.000. Bernard Thibault, Chef der kommunistischen Gewerkschaft CGT, sagte, man werde die Beteiligung an diesem Aktionstag analysieren. Er hoffe, dass die Gewerkschaften weiterhin zusammenarbeiten würden, um weitere Aktionen zu organisieren; man müsse in den kommenden Wochen überlegen, wie man künftig vorgehe. Landesweit fanden 150 Protestmärsche statt. “Zusammen gegen die Krise, wir verteidigen die Arbeit, die Kaufkraft und den öffentlichen Dienst”, hieß es auf den Plakaten. Der Generalsekretär der Gewerkschaft “Force Ouvrière”, Jean-Claude Mailly, sagte, man müsse im Hinblick auf die gewerkschaftsübergreifende Zusammenarbeit darauf acht geben, dass man die Leute nicht irgendwann ermüde. Anfang Juli wollen die Gewerkschaften noch einmal mit Präsident Sarkozy zusammenkommen. Von einem parallelen Arbeiterstreik betroffen waren die französischen Druckereien. Weder die nationale noch die regionale Tagespresse war in den französischen Kiosken erhältlich.