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Proteste der Exiliraner in London

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Proteste der Exiliraner in London

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Proteste gegen das Wahlergebnis gab es nicht nur in Teheran, sondern auch in London. Rund 200 Menschen versammelten sich vor der iranischen Botschaft und warfen den iranischen Behörden vor, das Ergebnis gefälscht zu haben. “Wo ist mein Stimmzettel?”, hieß es auf Plakaten. Viele in Großbritannien lebenende Iraner hatten ihre Stimme abgegeben und vermutlich den reformorientierten Mussawi gewählt. “Niemand kann diese Ergebnisse ernst nehmen”, so ein Teilnehmer der Protestveranstaltung. “Niemand kann diese Ergenisse akzeptieren.” Nach Angaben der Wahlkommission in Teheran beteiligten sich 82 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung.

Die Widerstandsgruppe Volksmudschaheddin bezweifelt die hohe Beteiligung. Nur 7,5 Millionen Menschen hätten abgestimmt, sagte Maryam Rajavi, die in Paris lebende Präsidentin der Oppositionsbewegung. 85 Prozent hätten die Wahl boykottiert. Rajavi berief sich auf Informationen aus dem Iran. Nach Ansicht von Beobachtern hat es Ahmadinedschad verstanden, die von der Wirtschaftskrise geplagten Iraner auf seine Seite zu ziehen. Unregelmäßigkeiten bei der Wahl könnten aber nicht ausgeschlossen werden.