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Wieder Proteste im Iran

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Wieder Proteste im Iran

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Im Iran ist brüchige Ruhe eingekeht. Doch gewaltsame Proteste flammen immer wieder auf. In Teheran und anderen Städten war es nach dem unerwartet klaren Sieg von Präsident Mahmud Achmadinedschad in der Nacht zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des unterlegenen Reformkandidaten Mir Hussein Mussawi und der Polizei gekommen. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch, Häuser wurden in Brand gesetzt, Autos zerstört. Bis zu 100 Oppositionsanhänger wurden festenommen.

Ein Anwohner erzählt: “Die Leute haben erst nur Slogans gerufen. Dann ist die Stimmung ins Chaos gekippt. Ich habe gesehen wie Banken angezündet wurden. Menschen verlieren eben leider die Kontrolle wenn sie sehr enttäuscht sind.” Die Unruhen begannen unmittelbar nach einer Siegesrede von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Er hatte über 62 Prozent der Stimmen erzielt, sein reformorienterter Herausforderer Mussawi dagegen nur 34 Prozent. Seine Anhänger zweifelten das Ergebnis an. In der Nacht war es dann zu den schwersten Unruhen im Iran seit der Islamischen Revolution vor 30 Jahen gekommen. Sogar das Mobilfunknetz und Internet wurden abgeschaltet. Bei den Protesten sind mehrere Menschen verletzt worden.