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Israelis und Palästinenser reagieren gespalten auf Netanjahus Rede

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Israelis und Palästinenser reagieren gespalten auf Netanjahus Rede

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Reaktionen auf die Vorschläge des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahus zu einer Zwei-Staaten-Lösung in Nahost gab es auch in Israel selbst. Vor der Bar-Ilan-Universitàt bei Tel Aviv, wo er die Rede hielt, versammelten sich Gegner und Befürworter. “Wir wollen Netanjahu daran erinnern, dass er von einer Mehrheit gewählt worden ist, die ihn damit beauftragt hat, Israel zu bewahren”, so ein Demonstrant. “Wenn er uns verrät, wählen wir ihn ab.” Die Befürworter eines Palästinenserstaates misstrauen unterdessen dem Ministerpräsidenten. “Netanjahu ist ein Führer des rechten Flügels, wir glauben nicht, dass er tatsächlich Schritte in Richtung einer Zwei-Staaten-Lösung unternehmen wird”, hiess es auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Die Palästinenser verfolgten mit ebenso großem Interesse die Medienberichte über die Grundsatzrede. “Wir wollen keine Versprechungen, wir wollen Taten sehen. Das was sie sagen, sollten sie Wirklichkeit werden lassen”, sagte ein Palästinenser. “Wir haben Hoffnung”, meint hingegen dessen Frau. “Denn Netanjahu ist ein politischer Führer, kein militärischer.” Im Flüchtlingslager Chan Yunis im südlichen Gazastreifen wurde die Rede ebenfalls aufmerksam verfolgt. Vom Nahost-Konflikt wird auch an diesem Montag in Luxemburg die Rede sein, wo Israels Außenminister Avigdor Liebermann erwartet wird.