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Dialog trotz Gewalt: Obama zögert, EU fordert

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Dialog trotz Gewalt: Obama zögert, EU fordert

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Die USA wollen trotz der Gewalt im Iran am Dialog mit Teheran festhalten. Das betonte Präsident Barack Obama beim Treffen mit Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in Washington.

Den Vorwurf der Wahlmanipulation wollte Obama nicht kommentieren, die USA dürften im Iran nicht zum “politischen Spielball” werden. Er sei jedoch tief beunruhigt durch die Gewalt, die er im Fernsehen gesehen habe, so Obama. Demokratie, freie Rede, die Möglichkeit zum friedlichen Widerspruch, seien Grundrechte und müssten respektiert werden. Auch die EU-Außenminister betonten den Wunsch nach Dialog mit Teheran, forderten aber deutlich, die Fälschungs-Vorwürfe aufzuklären. “Wir sehen die Folgen der jüngsten Ereignisse im Iran mit großer Sorge”, so der Brite David Miliband. Viele Menschen im Iran hätten eindeutig ernsthafte Zweifel am freien und fairen Charakter der Auszählung der Stimmen. Die EU warte weiter auf eine Antwort Teherans im Atomstreit, so Miliband weiter. EU-Chefdiplomat Javier Solana sagte, Europa wolle mit Volk und Führung des Iran in Kontakt bleiben. Die Ministerrunde verurteilte die Gewalt. Frankreich und Deutschland bestellten den iranischen Botschafter ein.