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Iran wehrt sich gegen ausländische Kritik

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Iran wehrt sich gegen ausländische Kritik

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Am Montag war bei einer Demonstration von Mussawi-Anhängern erstmals Blut geflossen. Nach Angaben staatlicher Medien wurden sieben Menschen getötet, als der Stützpunkt einer religiösen Miliz angegriffen wurde.

Die ausländische Kritik am Vorgehen der Staatsgewalt wies Parlamentspräsident Ali Lardischani scharf zurück: “Einige europäische Länder, die mit der Wirtschaftskrise kämpfen und vor schweren Problemen stehen, haben sich voreilig zur Lage im Iran geäußert”, sagte Laridschani während einer Sitzung der Majlis. Nach Angaben der Washington Post lag die Zustimmung für Präsident Ahmadinedschad in Vorwahlumfragen amerikanischer Meinungsforscher bei 66 % – und damit über dem offiziell für ihn fesgestellten Wahlergebnis. Doch das Mißtrauen der Opposition sitzt tief. “Die anhaltenten Demonstrationen und Gegendemonstrationen spiegeln die tiefe Spaltung zwischen Reformren und Konservativen wieder”, sagt der Leiter des arabischen Sprachdienstes von euronews, Riad Muasses. Durch die Ausübung von Druck auf die Reformer versuche das Regime ein Ende der Gewalt herbeizuführen. Aus dem Wächterrat verlautete, das mächtige Gremium sei bereit, umstrittene Stimmbezirke erneut auszählen zu lassen. Die von Mussawi geforderte Wahlwiederholung sei aber ausgeschlossen.