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Lage weiter angespannt

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Die Proteste gegen die Präsidentenwahl im Iran sind auch in der Nacht weiter gegangen. In Teheran zündeten Demonstranten Barrikaden an. Mehrere zehntausend Iraner waren unterwegs. Viele fuhren in Autokorsos durch die Stadt. Stunden davor hatten trotz Verbots hunderttausende Iraner gegen Präsident Ahmadinedschad demonstriert. Vereinzelt sollen dort Schüsse gefallen sein. Wer sie abgab, ist noch unklar. Offenbar hat es einen Toten und mehrere Verletzte gegeben.

An der Demonstration nahmen rund eine Million Menschen teil. Sie warfen der Regierung erneut vor, die Zahlen bei der Präsidentenwahl manipuliert zu haben. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte der unterlegene Kandidat Mir Hussein Mussawi. Er forderte eine Wiederholung der Abstimmung. Mussawi sagte: “Unsere Leute wollen, dass ihre Stimmen und Rechte respektiert werden.” Später erschien dann noch Mehdi Karrubi, der auch ein Präsidentschaftskandidat war. Karrubi und Mussawi wollen sich im Laufe des Tages mit dem Wächterrat treffen, um über das Wahlergebnis zu sprechen. Der Rat überprüft die Betrugsvorwürfe. Für heute haben mehrere Oppositionelle außerdem zu einem Generalstreik aufgerufen.