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AF 447: Schwierige Ursachensuche

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AF 447: Schwierige Ursachensuche

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Auch gut zwei Wochen nach dem Absturz einer Air-France-Maschine in den Atlantik vor der Küste Brasiliens haben französische Flugunfallermittler keine These zur Unfallursache. Paul Louis Arslanian, der Leiter der zuständigen Behörde BEA, warnte vor Spekulationen.

Bislang sind fünfzig der 228 Flugzeuginsassen tot geborgen worden. Rund vierhundert Wrackteile wurden aus dem Wasser gefischt. Nach den Flugschreibern wird eine Fläche von siebzehntausend Quadratkilometern abgesucht, in einem Umkreis von achtzig Kilometern – bisher vergebens. Sie senden vermutlich nur noch bis Ende Juni Suchsignale aus, die spezielle Geräte auffangen könnten. “Wenn wir die Flugschreiber finden, können wir deren Daten verarbeiten”; sagt Arslanian. “selbst wenn nicht, gibt es eine grosse Datenmenge auszuwerten. Diese Datenmenge wächst nach wie vor unablässig – wir sind immer noch im Lernprozess.” Er verstehe vollkommen, dass die Familien mehr wissen wollten. Im Augenblick könne man aber nichts sagen. Die Fluggesellschaft Air France hat inzwischen nach eigenen Angaben bei allen ihren Langstreckenflugzeugen vom Typ Airbus 330 und 340 die Geschwindigkeitsmesser ausgetauscht. Die sogenannten Pitotsonden des französischen Herstellers Thales stehen im Verdacht, durch fehlerhafte Messangaben den Absturz nicht verschuldet, aber doch dabei eine Rolle gespielt zu haben.