Eilmeldung

Eilmeldung

BA: Umsonst arbeiten für die Firma

Sie lesen gerade:

BA: Umsonst arbeiten für die Firma

Schriftgrösse Aa Aa

British Airways geht es schlecht; helfen sollen jetzt die Mitarbeiter. Bis zu einem Monat sollen sie umsonst arbeiten oder unbezahlten Urlaub nehmen, bittet die Firma – eine Bitte, keine Pflicht. Ihr Chef Willie Walsh geht aber voran und verzichtet auf sein Juligehalt, gut siebzigtausend Euro.

Und er wählt ernste Worte: “Diese Firma wird es in zwei Jahren nicht mehr geben”, sagt Walsh; “wenn die Leute denken, es wird schon vorbeigehen. Diese Firma wird nicht überleben.” Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat BA einen Rekordverlust gemacht. Die Passagierzahlen brechen ein, besonders bei den lukrativen Geschäftsreisen. Beobachter sehen in der dramatischen Bitte mehr: Es gehe nicht nur darum, ab und zu mal eine Woche umsonst zu arbeiten, sagt Verkehrsexperte Simon Calder. BA wolle Gehaltskürzungen erreichen, die Geschäftsbedingungen neu verhandeln. Innerhalb der Branche seien diese Bedingungen ziemlich günstig; man müsse sich aber gegen Konkurrenten behaupten wie Easyjet oder Ryanair. Die beiden Billigflieger gehören auch zu den wenigen Fluggesellschaften in Europa, die dieses Jahr trotz der Krise einen Gewinn erwarten – neben ihnen steht nur noch die deutsche Lufthansa ähnlich gut da.