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Erdbebenopfer demonstrieren

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Erdbebenopfer demonstrieren

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“Schämt Euch!” rufen diese Demonstranten in Rom. Knapp tausend Erdbebenopfer waren gestern aus den Abruzzen angereist. Sie warfen der Regierung vor, zu wenig für den Wiederaufbau in L’Aquila und Umgebung zu tun. Sie forderten auch mehr Transparenz bei der Verteilung der Gelder für den Neuaufbau, die ihrer Meinung nach nicht von Rom aus verwaltet werden sollten. Ein Erdbebenopfer sagte: “Es ist skandalös, wie mit den Hilfen umgegangen wird. Die Menschen in L’Aquila haben keine andere Wahl als mehr Transparenz beim Wiederaufbau zu verlangen. Wir wollen an Entscheidungen, die unser Leben betreffen, beteiligt werden.”

Kritsiert wurde auch der G8-Gipfel, der in drei Wochen in den Abruzzen beginnt. Ein Demonstrant sagte: “Ach der G8-Gipfel! Mir als Opfer des Erdbebens ist der Gipfel egal. Ich habe gesehen, wie sie bei mir in L’Aquila für den Gipfel Straßen bauen, während das historische Zentrum gefährdet ist und keiner was tut. Wir sind immer noch schockiert. Der Zustand der Gebäude wird immer schlimmer.” Die meisten Demonstranten leben zu Hause immer noch in Zeltstädten. Die italienische Regierung hat zugesagt, Holzbungalows zu bauen. Die Arbeiten sollen demnächst beginnen.