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Filmemacher werfen Ahmadinedschad Staatsstreich vor

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Filmemacher werfen Ahmadinedschad Staatsstreich vor

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Zwei bekannte iranische Filmemacher haben die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die Wiederwahl Mahmud Ahmadinedschads nicht anzuerkennen. Dem Präsidenten des Iran warfen sie einen Staatsstreich vor.

Der Regisseur Mohsen Makhmalbaf und die Autorin Marjane Satrapi zitierten aus einem angeblich vom iranischen Innenministerium stammendem Papier. Demnach habe Mussawi 19.075.723 Stimmen erhalten, Karubi 13.387.104, Ahmadinedschad aber nur 5.698.000 – das seien 12 Prozent der Stimmen, nicht 62 Prozent. Makhmalbaf und Satrapi leben im Exil. Beide waren auf Einladung der Grünen ins Europäische Parlament nach Brüssel gekommen. Vor einigen Jahren erregte Satrapi mit ihrem autobiografisch inspirierten Comic “Persepolis” Aufsehen. Das vierbändige Werk erzählt von den Schwierigkeiten einer jungen Frau in der sittentrengen iranischen Gesellschaft. Persepolis wurde in zwei Dutzend Sprachen übersetzt, millionenfach verkauft und verfilmt und in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.