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Obama stellt Finanzreformen vor

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Obama stellt Finanzreformen vor

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Der amerikanische Präsident Barack Obama hat im Weißen Haus in Washington seine Pläne zur umfassendsten Reform des Finanzsystems seit 70 Jahren vorgestellt. Ziel ist es, eine Krise wie die jetzige für die Zukunft zu verhindern.

Obama erklärte, mit den heute vorgestellten Reformen werde dem Missbrauch entgegen gewirkt. An den Märkten solle verantwortungsvolles Handeln und nicht Gier und Rücksichtslosigkeit belohnt werden. “Wir wollen einen Rahmen schaffen, in dem die Märkte sich frei und fair entwickeln können, ein System, das sowohl für die Unternehmen als auch für die Verbraucher funktioniert”, sagte Obama. Die US-Regierung will sicher stellen, dass der Zusammenbruch eines Geldhauses oder Versicherers nicht das komplette Finanzsystem und damit die allgemeine Wirtschaft ins Wanken bringt. Den Geldhäusern soll eine stärkere Kapitaldecke vorgeschrieben werden, um wirtschaftlich schwere Zeiten besser zu bestehen. Risikogeschäfte sollen kontrolliert werden. Die bisherige Sparkassenaufsichtsbehörde beim Finanzministerium, das Office of Thrift Supervision, soll aufgelöst werden. Im Gegenzug soll die US-Notenbank Federal Reserve mehr Macht bekommen und etwa die Überwachung von Systemrisiken übernehmen. Die Rechte der Investoren und der Bankkunden sollen gestärkt werden. Obama will eine unabhängige Verbraucherschutzbehörde ins Leben rufen, die über weitreichende Befugnisse verfügt. Sie soll für Finanzkonzerne sowohl Richtlinien erlassen als auch diese durchsetzen.