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Cameron schummelt stärker bei Spesenabrechnung

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Cameron schummelt stärker bei Spesenabrechnung

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Der britische Oppositionführer David Cameron hat deutlich mehr Spesen fälschlich abgerechnt als bislang bekannt. Cameron erklärte, er wolle deshalb rund 300 Euro zusätzlich an die Staatskasse zurückzahlen. Das Parlament hat am Donnerstag die Spesenabrechnungen jedes einzelnen Abgeordneten ins Internet gestellt. Allerdings wurden entscheidene Einzelheiten unkenntlich gemacht. Kritiker bezeichneten die Schwärzungen als unsinnig.

“Große Teile der Abrechnungen sind geschwärzt. Die Abgeordneten sagen, nur vertrauliche Informationen seien betroffen. Aber man sieht nur genehmigte Beträge, aber nicht wofür sie ausgegeben wurden. Ob es Innenausstattung oder Gartenarbeiten waren”, erklärte der stellvertretende Chefredakteur des “Daily Telegraph” Andrew Pierce. Der Skandal war aufgefolgen, nachdem der Tageszeitung “Daily Telegraph” vollständige Spesenabrechnung zugespielt worden waren. Er löste eine Regierungskrise aus, obwohl auch zahlreiche konservative Politiker verwickelt waren. Minister und Staatssekretäre traten zurück oder zahlten ihre Spesen zurück. Eine Reihe Abgeordneter kündigte an, nicht wieder für das Unterhaus zu kandidieren.