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Gegner des Präsidenten protestieren weiter

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Gegner des Präsidenten protestieren weiter

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Die Gegner des iranischen Präsidenten setzen ihre Proteste fort: Auch heute wollen sie wieder Kundgebungen abhalten, wie schon die letzten Tage, nach der umstrittenen Präsidentenwahl. Auch für den Sonnabend haben prominente Geistliche schon Protestveranstaltungen angemeldet, auf denen auch Mussawi sprechen soll.

Der heutige Protest soll an diejenigen erinnern, die bei Auseinandersetzungen seit der Wahl getötet oder verwundet wurden. Die letzten Tage verliefen zwar ruhig; am Montag sprachen staatliche Medien aber von sieben Toten. Aus Studentenkreisen gibt es außerdem Berichte über einen Überfall religiöser Milizen auf ein Wohnheim; dabei seien ebenfalls mehrere Menschen getötet worden. Bei der Wahl am Freitag hatte Mir Hussein Mussawi, ein ehemaliger Regierungschef und der aussichtsreichste Herausforderer, überraschend deutlich verloren. Das offizielle Ergebnis zeigte für Machmud Achmadinedschad, den Amtsinhaber, fast doppelt so viele Stimmen. Zwei andere, ebenfalls sehr bekannte Bewerber, bekamen so gut wie gar keine Stimmen. Die obersten religiösen Behörden haben inzwischen eine Neuauszählung in einigen Wahlkreisen angeboten. Außerdem hat der so genannte Wächterrat die drei unterlegenen Kandidaten für Sonnabend eingeladen, damit sie ihre Beschwerden vortragen können. Mussawi und seine Anhänger verlangen jedoch die Annullierung der gesamten Abstimmung und eine neue Wahl.