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Iranische Opposition ruft Trauertag aus

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Iranische Opposition ruft Trauertag aus

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Trotz des zunehmenden staatlichen Drucks haben Anhänger der iranischen Opposition weiter für eine Wiederholung der Präsidentenwahl demonstriert – auch in der Nacht.

Die Arbeit der Presse wird von den Behörden weiter zensiert. Einzige Bildquellen sind das staatliche Fernsehen oder ins Internet gestellte Amateurvideos. Erneut wurden Telefon- und Handynetze gestört. Für heute hat Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi einen Trauertag für die bei den Massenprotesten Getöteten und Verletzten ausgerufen. Staatliche iranische Medien sprechen von mindestens sieben Toten. Auch bei dem Überfall auf ein Teheraner Studentenwohnheim soll es Tote gegeben haben, die Universitätsleitung bestreitet das. Das Innenministerium ordnete eine Untersuchung an. Gestern hatten sich die Proteste von Teheran auch auf andere Städte ausgeweitet. Mehr als 150 Menschen wurden festgenommen. Der Iran bestellte ausländische Botschafter ein, um gegen “feindselige” Reaktionen zu demonstrieren. Bei der Wahl am vergangenen Freitag war Präsident Mahmud Ahmadinedschad laut offiziellem Ergebnis mit fast zwei Dritteln der Stimmen wiedergewählt worden.