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Erneut Hunderttausende auf den Straßen Teherans

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Erneut Hunderttausende auf den Straßen Teherans

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Die iranische Opposition hält den Druck auf das Regime aufrecht. Auch gestern folgten wieder Hunderttausende Iraner einem Aufruf von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi und demonstrierten im Zentrum Teherans für Neuwahlen. Mit Spannung wird das Freitagsgebet des obersten Führers des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, erwartet. Er dürfte sich dabei zur Situation äußern. Chamenei hat umfassende Machtbefugnisse und das letzte Wort bei allen politischen Entscheidungen im Iran. Manche Beobachter schließen nicht aus, dass Chamenei Ahmadinedschad opfert, um seine eigene Macht zu festigen. Der Wächterrat lud unterdessen die drei unterlegenen Kandidaten zu einer Überprüfung der Wahlergebnisse ein. Ahmadinedschad sagte, er habe lediglich die Unruhestifter, die Brände legten und Menschen angriffen, als Dreck bezeichnet. Sie gehörten nicht zum iranischen Volk, sie seien Fremde. Nach Angaben der erst kürzlich von der EU-Terrorliste genommenen iranischen Oppositionsbewegung Volksmudschaheddin wurden bei den bisherigen Kundgebungen 43 Menschen getötet. Offiziell wurde das nicht bestätigt. Bislang war von mindestens acht Toten die Rede.