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Iran vor weiteren Protesten?

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Iran vor weiteren Protesten?

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Wie es nun mit den Protesten weitergeht, ist offen. Erst am Donnerstag hatten erneut Zehntausende demonstriert: oft mit dem Grün des Mussawi-Lagers und gekleidet in Schwarz, als Zeichen der Trauer um die Toten.

Mir Hussein Mussawi galt bei der Wahl als aussichtsreichster Herausforderer, verlor aber überaus deutlich: Achmadinedschad bekam fast doppelt so viele Stimmen. Zwei weitere Kandidaten gingen sogar fast leer aus. Die letzten Kundgebungen verliefen friedlich. Allerdings kam es Anfang der Woche zu Zusammenstößen mit religiösen Milizen; einige Anhänger Mussawis wurden dabei getötet. Für Sonnabend sind nun wieder Kundgebungen geplant; wegen des Freitagsgebets und Chameneis Ansprache waren sie für einen Tag ausgesetzt. Außerdem sind dann die Wahlverlierer beim Wächterrat eingeladen, dem höchsten iranischen Gremium, um dort ihre Einwände vorzutragen. Mehr als sechshundert Beanstandungen haben sie dort bereits eingereicht, die der Rat in den letzten Tagen geprüft hat. Damit wollen sie die Annullierung der Abstimmung und eine neue Wahl erreichen.