Eilmeldung

Eilmeldung

Streit um Schwangerschaftsabbruch in Spanien

Sie lesen gerade:

Streit um Schwangerschaftsabbruch in Spanien

Schriftgrösse Aa Aa

Spanien steht Streit zwischen der katholischen Kirche und der sozialistischen Regierung ins Haus. Madrid will das strenge Abtreibungsrecht lockern und hat die entsprechende Reform vor einem Monat im Kabinett verabschiedet. Die katholischen Bischöfe sind dagegen, sehen darin ein schreckliches Verbrechen. Der Sprecher der Bishofskonferenz sagte: “Nach den Regeln unserer Kirche, darf kein Katholik im Parlament dieser Reform zustimmen.”

Die Kirche besteht darauf, dass die Entscheidung für eine Abtreibung nicht die private Entscheidung von Frauen sein darf und sieht in Abtreibungen die Vernichtung von Menschen. Jose Antonio Alonso, Sprecher Sozialisten sagte dazu: “Die Gesetze werden vom Parlament verabschiedet, nach politischen Kriterien und gemäß der Gesetze und verfassungsrechtlichen Freiheiten. Dies hat nichts mit privater Moral zu tun. Viel aber mit öffentlicher Moral. Sie ist die der Verfassung.” Gegen die Reform gingen Menschen auf die Straße. Abtreibungen sind nach derzeitigem Recht in Spanien grundsätzlich verboten. Mit der Reform sollen Schwangeschaftsabbrüche bis zur 14. Woche straffrei sein. Junge Frauen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sollen ohne Zustimmung der Eltern abtreiben dürfen.