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Grönland erreicht neue Stufe der Unabhängigkeit

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Grönland erreicht neue Stufe der Unabhängigkeit

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Grönland hat eine neue Stufe der Unabhängigkeit erreicht. Die dänische Königin Margrethe II. überreichte dem Parlamentspräsidenten Josef Motzfeldt in der grönländischen Hauptstadt Nuuk das erste Exemplar des mit Dänemark ausgehandelten Gesetzes über die Selbstverwaltung. Mit ihm wird der Status der rund 56.000 Grönländer als eigenes Volk und ihr Recht auf staatliche Selbstständigkeit festgeschrieben und Grönländisch als offizielle Landessprache festgeschrieben.

Der Chef der linksozialistischen Inuit-Partei, Kuupik Kleist, ist seit knapp drei Wochen Regierungschef Grönlands. Neben der Unabhängigkeit des Landes verfolgt er ambitionierte sozialpolitische Ziele, um die großen Probleme Grönlands zu bewältigen – wie Alkoholismus, eine hohe Selbstmordrate und Gewalt in Familien.

Grönland genießt schon seit dreißig Jahren eine eingeschränkte Autonomie. Bei der Volkabstimmung im vergangenen November sprachen sich drei von vier Wählern für noch mehr Unabhängigkeit aus.

Seit fast drei Jahrhunderten ist Grönland von der Regierung in Kopenhagen abhängig. Bis heute besteht die Hälfte des Budgets der Insel aus dänischen Zuschüssen. Doch die Insel ist reich an unerschlossenen Bodenschätzen.