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Stimmungstest für Berlusconi

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Stimmungstest für Berlusconi

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In Italien sind 47 Millionen Bürger aufgerufen, in einem Referendum über eine Reform des Wahlrechts für Parlamentswahlen zu entschieden. Es geht um die Frage, ob Parteien Wahlblocks bilden dürfen und ob Mehrfachkandidaturen abgeschafft werden. Damit die Volksbefragung gültig ist, müssen allerdings mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen gehen.

Gleichzeitig finden in über 22 Provinzen und in 99 Gemeinden Stichwahlen statt. Unter anderem in Bologna, Mailand und Florenz. Die Wahlen gelten auch als Stimmungstest für Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Er war in den vergangenen Wochen zunehmend in die Kritik geraten. In Mailand forderten Demonstranten seinen Rücktritt. Kein Tag vergeht ohne neue Enthüllungen über das Leben des 72-Jährigen. Die Medien veröffentlichten Aussagen von Showgirls, die angeblich dafür bezahlt wurden, bei seinen Partys mitzumachen. Im Mittelpunkt der Affäre steht Patrizia D´Addario, die angab im Hause Berlusconi genächtigt zu haben und dafür eine politische Gegenleistung erwartete.