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Berlusconi weiter unter Druck

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Berlusconi weiter unter Druck

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Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi gerät immer mehr unter Druck. Zwar bezeichnet er die Veröffentlichungen von Fotos und immer neue Berichte über Affären inzwischen – auch mit Callgirls – als “Lügen und Müll”, die entsorgt werden müssten. Doch auch auf der Straße fordert man inzwischen Konsequenzen. Süditalienische Staatsanwälte ermitteln wegen “Begünstigung der Prostitution” gegen einen Unternehmer, der die Mädchen auf den Weg gen Rom oder Sardinien zu ausschweifenden Feiern in die Räumlichkeiten Berlusconis gebracht haben soll. Doch der nunmehr 72-Jährige will davon weiterhin nichts wissen. Für ihn handelt es sich um ein Komplott der linken Opposition. Mal sind es 10.000 Euro, mal 2000, die die Frauen nach eigenen Angaben für ihre Dienste erhalten haben sollen. Der Unternehmer, der dem “Cavaliere” die Damen spendiert haben soll, wurde zunächst abgehört, weil gegen ihn Korruptionsverdacht bei der Auftragsvergabe von Krankenhausausstattung und für Prothesen besteht. Als Stimmungtest für den umtriebigen Berlusconi gilt das Referendum über eine Reform des Wahlrechts von diesem Wochenende. In 22 Provinzen und 99 Gemeinden fanden außerdem Stichwahlen statt.